Wie können Familienunternehmer ihre Unternehmenstradition, das Gute von gestern mit den Möglichkeiten von morgen verbinden? Der diesjährige Familien-Unternehmertag der WeissmanGruppe bot dafür eine Plattform der Inspiration. Referenten unterschiedlichster Branchen und Unternehmensgrößen gewährten Einblicke, wie sie in ihren Familienunternehmen mit den Herausforderungen der sich immer schneller drehenden, agilen Welt umgehen.

Inspiration pur

Dr. Bertram Kandziora, Vorstandsvorsitzender der ANDREAS STIHL AG & Co. KG, warnte davor, Zukunftsstrategien erst dann zu entwickeln, wenn die Digitalisierung bereits zur Gefahr für das Geschäftsmodell wird. STIHL hat die Transformation zur intelligent vernetzten, digitalen Fabrik vorangetrieben – mit smarter Logistik, intelligenten Produktionsmaschinen, kollaborativer Robotik sowie digitaler Assistenz bei manuellen Tätigkeiten.

 

Wie  man eine ganze Branche disruptieren und die Welten von Mittelstand und Start-up in Einklang bringen kann, zeigte Simon Tüchelmann am Beispiel der Stahlguss-Firma seines Opas , die er nach dem Konzept des Lean Manufacturing wieder erfolgreich machen konnte, und seines parallel gegründeten Start-ups KREATIZE. Die Plattform prüft anhand von hochgeladenen Bauteil-Daten automatisch prüft, welches Produktionsverfahren am besten geeignet ist und auch den passenden Produzenten vorstellt. Experimente sieht der junge Unternehmer aus Tübingen als Dreh- und Angelpunkt – nach dem Motto „Net schwätze, machen!“.

 

Perry Soldan, Gesellschafter des Em-eukal-Bonbon-Herstellers in vierter Generation, stellte seinen Fokus auf die Mitarbeiter heraus: er baute den HR-Bereich von der Personalverwaltung zur Personalentwicklung um, ließ eine Führungswerkstatt einführen und legt besonderen Schwerpunkt auf die Feedbackkultur.

Ähnlich sieht es Stephan Barth von der BARTH-HAAS GROUP, der als weltweit größter Anbieter von Hopfenprodukten seine Arbeitgebermarke in der Metropolregion Nürnberg stärken möchte. So zeigte der Unternehmer die Entwicklung einer starken Marke, deren Kern Inspiration und Sicherheit ausmachen.

Familien-Unternehmertag 2018

Matthias Mey führt den Wäschehersteller in der 3. Generation in die Zukunft: „Wir haben die Marke sukzessive modernisiert, ohne die bestehenden Kunden zu verlieren.“ Ob augenzwinkernd oder zum Nachdenken anregend – die Kampagnen von Mey in Zusammenarbeit mit Jung von Matt bleiben in Erinnerung und haben die Kunden als auch die Mitarbeiter im Fokus. Mey behauptet sich im zunehmenden Wettbewerb mit vertikalen Anbietern mit hochwertigen Innovationen wie dem Spacer-BH oder dem „Drunterhemd“ sowie einem beeindruckenden Markenerlebnis auf allen Kanälen.

 

Die persönlichen Einblicke der Referenten in ihre Familienunternehmen zeigten, mit welchen Ideen, Experimenten und vor allem mit welcher Haltung man den Herausforderungen jetzt und in Zukunft begegnen kann.

 

Impressionen: www.familien-unternehmertag.de

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