Gerade erst hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die aktuellen Zahlen zu den bestehenden Riester-Verträgen vorgelegt. In der Zeit von Januar bis März ist der Bestand zum ersten Mal gesunken. Er verringerte sich um 1.000 Verträge auf nun noch 16,48 Millionen Policen. Während sich Wohn-Riester und die Fondssparpläne positiv entwickeln, geraten die Banksparpläne und vor allem die Riester Rente deutlich ins Minus. Doch lohnt es sich, eine Riester Rente zu kündigen? Versicherungsexperten raten davon ab. Warum es sich in vielen Fällen nicht lohnt die Riester Rente zu kündigen, erfährt man auf https://www.riesterrente-heute.de/6488/2016/06/29/riester-rente-kuendigen-oder-weitersparen/

Sinkende Zahlen zum Jahresbeginn

Die Monate Januar bis März gehören traditionell nicht zu den stärksten Monaten bei den Abschlusszahlen der Riester-Produkte. In den letzten Jahren war aber der Nettoneuzugang unter Berücksichtigung der Kündigungen immer positiv. In den letzten beiden Jahren war der Anstieg über alle Riester-Produkte hinweg betrachtet mit rund 25.000 Verträgen positiv, vor drei Jahren wurden immerhin 13.000 Abschlüsse gezählt. Im ersten Quartal 2016 sah das nun anders aus. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat gerade die aktuelle Statistik veröffentlicht. Der Rückgang beträgt 1.000 Verträge, und obwohl dies ein recht geringer Wert ist, fällt die Verteilung auf die einzelnen Produkte der Riester-Familie doch deutlich aus.

Erheblicher Rückgang bei der Rentenversicherung

In den ersten drei Monaten machte der Rückgang 31.000 Verträge aus, er war damit um die Hälfte stärker als noch im Vorjahr. Die Abschlüsse bei den Riester-Banksparplänen sind um 4.000 Stück und damit um ein Vierfaches im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Fondssparpläne wurden dagegen etwas stärker nachgefragt. Besonders auffallend waren die höheren Abschlusszahlen bei der Eigenheimrente. Aktuell macht der Anteil der Eigenheimrente unter den Riester-Produkten knapp zehn Prozent aus. Der Anteil der Riester-Fondssparpläne liegt bei knapp 20 Prozent. Auffallend ist der kontinuierliche Rückgang bei der Riester Rente. Sie betrug im ersten Quartal 2016 gut 66 Prozent. Noch im Jahr 2005 lag der Anteil der Riester Renten bei 85 Prozent, seit diesem Zeitpunkt geht er Jahr für Jahr leicht zurück. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob sich die Kündigung einer Riester Rente eigentlich lohnt.

Vertragskündigung bringt Nachteile mit sich

Versicherungsexperten raten von einer Kündigung des Riester-Vertrags ab. Natürlich erhält der Versicherte dann seine eingezahlten Beiträge zurück. Gerade bei längeren Laufzeiten kann die Summe erheblich sein. Allerdings muss man bei einer Vertragskündigung die gewährten staatlichen Zulagen zurückzahlen. Abhängig von der Laufzeit und der Anzahl der Kinder kann sich die Summe der Zulagen auf einen nennenswerten Betrag belaufen. Selbst wenn also eine scheinbar hohe Summe zurückgezahlt wird, müssen die Versicherten die Zulagen davon abziehen. Und auch die Abschluss- und Verwaltungskosten werden vom Versicherer nicht erstattet. Für den Versicherten ergeben sich also regelmäßig hohe Rückzahlungen, wenn ein Riester-Vertrag gekündigt wird. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob diese Variante wirklich sinnvoll ist. Es kann geschickter sein, den Vertrag stillzulegen oder auch den Anbieter zu wechseln. Die vielleicht beste Alternative dürfte aber sein, die Riester Rente fortzuführen und sie als das zu betrachten, was sie eigentlich ist: Sie ist eine sichere private Altersvorsorge, die man gut kalkulieren und bei Bedarf durch weitere Vorsorgelösungen ergänzen kann.

 

Alexander Vorgerd – Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (IHK) von transparent-beraten.de sagt zur Kündigung der Riester Rente: „Die Kündigung der Riester-Altersvorsorge bringt oftmals Nachteile mit sich und sollte immer vorher geprüft werden. Jedem Versicherungsnehmer der eine Riesterrente abgeschlossen hat, sollte bewusst sein, dass der Vertrag mit Vertragsabschluss Kosten (Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten) verursacht. Die Kosten sind in den Beiträgen mit eingepreist. Die Kosten werden min. auf die ersten 5 Vertragsjahre verteilt. Bedeutet, dass innerhalb der ersten 5 Vertragsjahre die Beiträge genutzt werden, um die Kosten für den Vermittler und den Riester-Anbieter zu bezahlen. Ab dem 6. Vertragsjahr werden die Beiträge für den Kunden angelegt, um die vereinbarte Rente zu erwirtschaften. Die Kündigung hat zur Folge, dass man nur den Rückkaufswert ausgezahlt bekommt. Der Rückkaufswert ermittelt sich aus den insgesamt eingezahlten Beiträgen und der bis dato erzielten Zinsen / Überschüssen, abzüglich der Kosten und Zulagen. Gerade bei Verträgen, die noch nicht lange bestehen, ist es oftmals so, dass es ein Verlustgeschäft für den Versicherungsnehmer ist. Verträge die bereits länger bestehen, empfehle ich nicht zu kündigen, weil i.d.R. noch eine jährliche Garantieverzinsung vereinbart ist.

Somit erhält man jährlich X% auf das Guthaben zzgl. wird man an den Überschüssen des Riester-Anbieters beteiligt. Durch die Garantieverzinsung und der Überschussbeteiligung wird zusätzlich neben der Anlagestrategie gespart. Eine Garantieverzinsung ist seit kurzem nicht mehr Vertragsbestandteil bei den meisten Riester-Anbietern.

Wer seinen Vertrag kündigen möchte, weil die Kosten zu hoch sind, dem empfehle ich einen Wechsel seines Riester-Anbieters. Der Vorteil ist, dass das gesamte Guthaben und die erhaltenen Zulagen auf den neuen Riester-Anbieter übertragen werden. Ein Wechsel kostet je nach Anbieter einmalig zwischen 50 € und 150 €.

Wer sich unschlüssig ist, ob Riestern die richtige Wahl der Altersvorsorge ist oder wenn gerade das Geld nicht für die Beiträge reicht, sollte den Vertrag beitragsfrei stellen. Der Vertrag besteht somit weiterhin und kann später bedenkenlos weitergeführt werden.

Eine Kündigung sollte also wohl durchdacht sein und sollte auf keinen Fall voreilig eingereicht werden.“

 

 

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