Telematiktarife könnten sich in der Kraftfahrzeugversicherung als ein neuer Trend für die Zukunft erweisen. Nach dem Motto „Pax as you drive“ wird die Versicherungsprämie unter anderem nach dem Fahrverhalten berechnet. Für den Versicherungsnehmer ergibt sich bei angemessener Fahrweise die Chance, die Kosten zu reduzieren. Trotzdem warnen Verbraucherschützer immer häufiger vor den neuen Tarifen, denn sie sehen ein Problem im Datenschutz. Wie es jemand bereits geschafft hat, ein Auto über die Versicherungs-Blackbox zu kapern, erfährt man auf https://www.transparent-beraten.de/2015/08/18/4359/versicherungs-blackbox-fuer-autos-mehr-schaden-als-nutzen/

Eine interessante Option für zukünftige Tarife

Hinter dem Ansatz „Pay as you drive“ verbirgt sich die Idee, die Fahrweise und die Strecken des Fahrers mit dem Computer oder mit dem Handy zu erfassen und durch den Versicherer überprüfen zu lassen. Auch für vergessliche Fahrer, die ihr Auto gerne auf dem Parkplatz verlieren, ist diese Option gut geeignet. Der Autoversicherer kann anhand der individuellen Fahrweise eine Versicherungsprämie errechnen, die genau auf das Fahrverhalten abgestimmt ist. Vereinfacht gesagt soll eine vorsichtige Fahrweise dazu beitragen, die Prämie zu reduzieren. Doch hier liegt ein wichtiges Problem der neuen Tarife, denn schon bei einem sportlichen Start an der Ampel scheiden sich die Geister, ob es sich nun um ein verkehrsgefährdendes Verhalten handelt oder nicht. Als Autofahrer muss man vor allem zwei Dinge wissen. Immer mehr Kraftfahrzeugversicherer nehmen Telematiktarife in ihr Portfolio auf. Außerdem werden viele Daten erfasst, die in modernen Fahrzeugen sowieso schon gesammelt werden.

Neue Automodelle erfassen unzählige Daten

Wer sich heute ein neues Auto zulegt, kann davon ausgehen, dass der Hersteller eine Reihe von technischen Finessen eingebaut hat, um das Fahrverhalten genau festzuhalten. Offen ist dabei, welche Daten das jeweils sind und wie die Hersteller damit umgehen. Von den Autoproduzenten hört man lediglich die Aussage, dass die Informationen nicht ausgelesen werden und dass es damit keine Überwachung der Autofahrer gibt. Doch einige moderne Systeme der Fahrzeugortung, wie sie für Wagen der gehobenen Mittelklasse schon angeboten werden, setzen zum Beispiel an der Fahrzeugortung bei Unfällen an. Selbst wenn man also die Erfassung von Fahrzeugdaten ablehnt, muss man wissen, dass diese Erfassung schon lange greift, auch wenn man sich dessen nicht bewusst ist.

Immer mehr Hersteller mit neuen Optionen

Telematiktarife werden im Augenblick zunehmend von den Herstellern entwickelt und in das Produktportfolio aufgenommen. Es scheint, als habe man damit eine neue Marktlücke entdeckt. Schon heute haben viele Gesellschaften mindestens einen Tarif in ihrem Produktspektrum, und es ist zu erwarten, dass das Angebot weiter steigt. Vordergründig begründet man das damit, dass man für die Versicherten attraktiv bleiben möchte und Wege zur Reduzierung der Kosten anbieten will. Offen ist allerdings, was passiert, wenn der Fahrer durch ein scheinbar gefährliches Fahrverhalten auffällt. Wie damit umzugehen ist und ob sich daraus eine direkte Auswirkung auf die Versicherungsprämie ergibt, ist bisher kaum kommuniziert. Trotzdem besteht für den Fahrer das Risiko, dass sich die Kosten für den Versicherungsschutz aufgrund seiner Fahrweise auch erhöhen können. Dessen ungeachtet verzeichnen einige Gesellschaften schon heute eine große Nachfrage nach Telematiktarifen. Wenn das Angebot begrenzt ist, gibt es sogar Wartelisten. Demnach haben viele Autofahrer also nichts dagegen, sich prüfen zu lassen, wenn sich dafür die Kosten für die Kraftfahrzeugversicherung verringern.

 

Alexander Vorgerd – Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (IHK) von transparent-beraten.de sagt zu den Telematiktarifen: „Die ersten Anbieter haben Telematik-Policen für die KFZ-Versicherung am Markt. Man möchte damit erreichen, dass jeder Versicherte seinen Beitrag, gemessen an seinem Fahrverhalten, bezahlt. Anhand von einer Blackbox wird das Fahrverhalten gemessen. Die daraus resultierenden Daten ermöglichen es für jeden Einzelnen eine adäquate Prämie zu kalkulieren.

Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Kritiker meinen, dass Versicherer die Daten sammeln, um damit Unfug zu betreiben, z.B. der Verkauf von Daten. Letztendlich leben Versicherer davon, anhand von Daten Prämien zu kalkulieren. Hier hat jeder die Chance über sein Fahrverhalten seine “persönliche” Prämie zu erhalten. Wenn dementsprechend jemand nach der Straßenverkehrsordnung fährt, dann wird dieser eben durch eine günstigere Prämie belohnt. Umkehrschluss, die Raser und Co unter uns müssen eine deutlich höhere Prämie zahlen. Ich finde in der KFZ-Versicherung die Telematik-Versicherung sinnvoll, um die einzelnen Risikofahrer besser zu ermitteln und die Beiträge innerhalb des Versicherungskollektivs besser zu verteilen.

Inzwischen spielt man mit dem Gedanken die Telematik-Versicherung auch in andere Sparten anzuwenden. Wobei ich hier nicht unbedingt jede Sparte befürworte. So sollte, z.B. in der Krankenversicherung das Risiko auf das Kollektiv verteilt sein. Erkranken können wir alle und niemand will freiwillig krank sein. Dementsprechend soll nicht der Erkrankte auch noch bestraft werden mit satten Beitragsanpassungen.“

 

 

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