63 Prozent der Jugendlichen kennen Humane Papillomaviren (HPV) nicht. Das ergab eine Studie, die Alexander Schäppi (18) im Rahmen einer vorwissenschaftlichen Arbeit an seiner Schule in Dornbirn durchführte.

HPV-Infektion durch Geschlechtsverkehr bei Jugend weitgehend unbekannt

Alexander Schäppi präsentiert die Auswertung seiner Umfrage.

Das Ergebnis war für Alexander Schäppi schockierend: 63 Prozent der Befragten haben noch nie von Humanen Papillomaviren (HPV) gehört. 85 Prozent sind nicht geimpft. Aufgrund mangelnden Wissens sind 57 Prozent dagegen, sich impfen zu lassen. Dabei werden HPV-Viren beim Geschlechtsverkehr leicht übertragen und gehören zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen.

Vorwissenschaftliche Arbeit
Im Rahmen seiner Arbeit befasste sich der 18-jährige Dornbirner intensiv mit dem Thema HPV und Jugend. Zunächst eruierte den aktuellen Wissensstand. In Gesprächen mit seinen MitschülerInnen stellte er fest, dass ihnen dieses Thema weitgehend unbekannt ist. Dies bewog ihn, Fragebögen zu erarbeiten. Davon verteilte er über 600 Stück an seiner Schule. Die Thematik wurde sowohl mit SchülerInnen wie auch den Lehrpersonen intensiv durchdiskutiert.
Nach der Auswertung der Befragung führte er mit dem Innsbrucker Universitätsprofessor Reinhard Höpfl ein Experteninterview. Er wollte unter anderem in Erfahrung bringen, worin die Ursachen für so eine geringe Impfungsrate liegen können. Nach dessen Meinung ist die Ablehnung gegen die HPV-Impfung auf eine Vielzahl von Gründe zurückzuführen: fehlende Aufklärung, niedriger Bildungsstand, schwaches Gesundheitswesen, niedriger sozioökonomischer Status, politisch-motivierte Fehleinschätzungen, fundamentalistische Impfgegner, mangelhafte Kommunikation.

Schäppi will mit seiner Jugend punkten

Der angehende Medizinstudent kam vor etwa drei Jahren mit dem Thema in Berührung. “Mein Papa legte mir eine Broschüre auf den Tisch und meinte nur kurz: nächste Woche wirst Du geimpft!” Das war der Auslöser, weshalb ihn seither die sexuell übertragbaren Virusinfektionen so beschäftigen.
Zunächst recherchierte er im Internet, um sich eine Basis für die vorwissenschaftliche Arbeit zu erarbeiten.
Nach dem für ihn erschütternden Ergebnissen der Fragebögen-Auswertung hofft Schäppi, dass seine Arbeit zu mehr Aufklärung beitragen wird: “Ich wünsche mir mit dieser Arbeit mehr Sensibilität auf allen Seiten – Jugendliche, Eltern, Schulen, Gesundheitsabteilungen etc. – zu generieren, damit sie sich so dieser Thematik annehmen.”
Er will mit seiner “Jugend” punkten. Weiß er doch aus eigener Erfahrung, dass Empfehlungen unter Gleichaltrigen besser angenommen werden. Das ist die Chance, eine größere Akzeptanz für eine Impfung zu schaffen. Er plant in einem Jahr die Auswirkungen seiner Bemühungen an seiner Schule durch eine weitere Evaluierung zu erfassen.

Aufklärung

Aufgrund von vielen Gesprächen auch in seinem großen Bekanntenkreis (In- und Ausland) ist er überzeugt, dass dieser Wissensnotstand nicht nur an seiner Schule besteht. Nach Meinung Schäppi müssten die Schulärzte intensiver aufklären, Infomaterial in den Schulbibliotheken aufgelegt sowie die Lehrpersonen dahingehend informiert werden.
Das Impfprogramm des Gesundheitsministeriums sollte mindestens bis zum 19 Lebensjahr ausgedehnt werden. “So könnte viel unnötiges Leid verhindert werden”, ist Schäppi überzeugt.

Impfprogramm

Es ist bewiesen, dass Humane Papillomaviren Gebärmutterhals-, Scheiden-, Penis- oder Mundhöhlenkarzinome verursachen. Im Februar 2014 hat das österreichische Gesundheitsministerium die HPV-Impfung in das Nationale Kinderimpfprogramm aufgenommen.

Übertragungswege der Infektion

Hauptübertragungswege sind sexuelle Kontakte. Hier vor allem Vaginal-, Anal- und Oralverkehr ohne Kondom. Die zusammengefassten Ergebnisse bisheriger randomisiert-kontrollierter klinischer Studien zeigen, dass die Impfung bei jungen Mädchen das Auftreten von Krebsvorstufen deutlich verringert.
So wären von 100 Frauen mit hochgradig auffälligen, durch HPV-16 ausgelösten Krebsvorstufen, 53 nicht erkrankt, wenn sie geimpft gewesen wären. In 84 von 100 Fällen könnte die Impfung auch durch HPV-18 ausgelöste hochgradig auffällige Krebsvorstufen verhindern. (http://www.medizin-transparent.at/hpv-impfung)

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