Seide ist ein beliebter und exklusiver Stoff, der in Asien schon seit tausenden Jahren bekannt ist. Die Seide hat Ihren Fußabdruck in vielerlei Hinsicht in der Geschichte der Menschheit hinterlassen. Die bekannte Seidenstraße ist nur ein Beispiel der Exklusivität der Seide.

Der Glanz und die Farbstärke der Seidenstoffe haben ebenso zu der Berühmtheit der Seide geführt, wie die Eigenschaft der Seide vor Kälte zu schützen oder auch die Tatsache, dass Seide nicht dazu neigt zu knittern.

Die große Beliebtheit und die lange Geschichte der Seide haben dazu geführt, dass es unterschiedliche Bezeichnungen, Arten und  Herkunftsländer der Seide gibt.

Einige der bekanntesten Arten der Seide wollen wir Ihnen vorstellen:

  1. Chappe- oder Schappeseide:

Die Seidenfäden, die für die Gewinnung der Schappeseide benutzt werden, stammen aus den äußeren Schichten des Kokons des Seidenspinners.

Die Garne dieser Seide zeichnen sich durch einen leichten Glanz und eine glatte, regelmäßige Oberfläche aus.

  1. Bouretteseide:

Mit Bouretteseide werden die Fäden und Garne der Seide bezeichnet, welche bei der Gewinnung der Schappeseide gewonnen werden, jedoch durch eine rauere und mit Knoten durchsetzte Oberfläche auffallen. Die Bouretteseide wird eher als Abfall der Seidenproduktion angesehen und nicht für Modeartikel verwendet, sondern für Windeln eingesetzt.

  1. Haspel- oder Maulbeerseide:

Die Haspel- oder Maulbeerseide wird aus den mittleren Schichten des Kokons des Maulbeerspinners gewonnen. Die Fäden in dieser Schicht sind besonders hochwertig und werden durch das Abhaspeln (daher der Name) des mehrere hundert Meter langen Seidenfadens gewonnen. Diese Seidenart muss durch Ihre hohe Qualität nicht behandelt werden und kann nach dem Abhaspeln für die Herstellung der Endprodukte (wie Seidenschals) verwendet werden.

  1. Fagaraseide:

Die Fagaraseide wird aus den Kokonfäden des Atlasspinners, welcher der größte Schmetterling der Welt ist, gewonnen. Die Fäden, die der Atlasspinner beim Bau des Kokons absondert, sind eher bräunlich und kein langer Faden, wie der des Maulbeerspinners, sonder mehrere kürzere Fäden. Diese Seidenart zeichnet neben der bräunlichen Färbung auch die dicke des Seidenstoffes aus.

  1. Tussahseide:

Der Eichenseidenspinner ist in Asien und Europa, wohin er für die Seidenproduktion importiert wurde, zu finden. Die Seide, die von dem Eichenseidenspinner gewonnen werden kann, fällt durch eine gold-gelbene Farbe auf. Weitere Merkmale dieser Seidenart sind gröbere Struktur und dickere Fäden als beispielsweise die Fäden des Maulbeerspinners.

Die Vorteile und Eigenschaften von Seide können Sie bei einigen Erzeugnissen, wie Seidenschals, Krawatten oder Bettbezügen besonders gut erfahren.

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