Eine Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur im angeschlossenen Tanzmuseum | 3. Oktober 2015 – 14. August 2016

Das Echo der Utopien. Tanz und Politik

Fotomontage: Siegfried Enkelmann, 1946; Deutsches Tanzarchiv Köln (Bildquelle: © VG Bild-Kunst, Bonn 2015)

Laufzeit: | 3. Oktober 2015 – 14. August 2016

Ausstellungseröffnung am Freitag, 2. Oktober um 19 Uhr
Pressepreview am Freitag, 2. Oktober um 11 Uhr

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln

Zu Unrecht steht der Tanz in dem Ruf, eine unpolitische Kunst zu sein, der reinen Form, oft sogar dem puren Vergnügen verpflichtet, ohne politischen Inhalt, ohne politische Aussagekraft. Das Tanzmuseum begibt sich auf die Suche …

Die Jahresausstellung 2015/2016 im Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln geht den mannigfaltigen Spuren und Spielarten des Politischen in der Tanzkunst in Geschichte und Gegenwart nach. Ergänzt wird die Schau durch ein Rahmenprogramm, das das Thema “Tanz und Politik” aktuell befragt.

Tanz ist politisch. Allein mit seiner Körperlichkeit und seiner Ausdruckskraft ist er in der Lage, gesellschaftlich-moralische Ordnungen zu bestätigen oder sie nachhaltig infrage zu stellen. Allzu oft waren und sind es Verbote, die dem Einhalt gebieten können. Folgerichtig begegnen sich in der Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln u. a. Tanzverbote durch kirchliche und weltliche Obrigkeiten aus dem 16. sowie dem 21. Jahrhundert.

Tanz kann Ausdruck politischen Engagements sein. Dies erfährt der Besucher zum Beispiel anhand filmischer Aufzeichnungen aktueller Formen öffentlicher Performances und Happenings aber auch mit Dokumenten über den Widerstand von Tanzkünstlern zur Zeit des Nationalsozialismus.

Welches Maß an künstlerisch-tänzerischer Utopie können die Wissensspeicher eines modernen Archivs bewahren fragt die Ausstellung und stellt u.a. die “politischen Tanzkörper” der lebensreformerischen Bewegungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, des Ausdruckstanzes der 1920er und 1930er Jahre ebenso wie das innovative Körper- und Tanzverständnis des deutschen Tanztheaters der 1980er und 1990er Jahre zur Diskussion.

Eine Vielzahl von Assoziationen, Aspekten und Fragen eröffnet die aus über 100 Exponaten montageartig zusammengesetzte Ausstellung, die sich aus den reichhaltigen Beständen des Deutschen Tanzarchivs Köln speist. En passant stellt sie dem Betrachter dabei auch die Frage nach den Chancen und den Orten von künstlerischen, sozialen und politischen Utopien in unserer Zeit.

Tanzarchiv und Tanzmuseum. Eine besondere Beziehung.

Das Deutsche Tanzarchiv Köln bewahrt die Tanzkunst und ihre Zeugnisse nicht nur – im angeschlossenen Tanzmuseum werden Geschichte und Gegenwart der Tanzkunst in Form von Ausstellungen erlebbar. Das Tanzmuseum ist ein Ort des kulturellen Gedächtnisses, ein Ort der Vermittlung, aber auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Die Spannbreite der Themen wie auch die Vielfalt der Exponate – Fotografien, Programmzettel, Kritiken, Plakate, Filme, Tagebücher und Briefe von Tänzern und Choreographen, Kostüme und Bühnenbildskizzen sowie Zeugnisse der Auseinandersetzung von Bildenden Künstlern mit dem Thema “Tanz” – beweisen jedes Mal aufs Neue, wie informativ, spannend und anregend “Tanz im Museum’ sein kann.

SONNTAGS IM TANZMUSEUM. Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Führungen, Diskussionen, Filmpräsentationen, Lesungen sowie museumspädagogischen Aktionen.

Erster Gast der Diskussionsreihe “Schnittstellen! Tanz und Politik – Geht da was?”, die das Deutsche Tanzarchiv Köln in Kooperation mit dem nrw landesbüro tanz veranstaltet, ist am 18. Oktober um 16 Uhr die Choreographin und Regisseurin Helena Waldmann. Gemeinsam mit zwölf Kathak-Tänzerinnen und -Tänzern hat Helena Waldmann in den berühmt-berüchtigten Textilfabriken Bangladeshs recherchiert und die Arbeitsbedingungen, die sie dort vorfand, in Tanz umgesetzt. “Made in Bangladesh” wird am 19. Oktober 2015 im Forum Leverkusen gezeigt wird.

Die Ausstellung und die Veranstaltungen des Rahmenprogramms werden von den Freunden der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln e.V. unterstützt.

Bitte akkreditieren Sie sich als Pressevertreter/-in formlos zum Pressetermin am 2.10. um 11 Uhr per E-Mail an pr@sk-kultur.de.
Die Pressephotos zur Ausstellung finden Sie im Pressebereich unserer Homepage www.sk-kultur.de (Direkter Link: www.sk-kultur.de/presse):
Sowohl Benutzername als auch Passwort lauten jeweils: presse

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln
Tel.: (0221) 888 95 -400 oder -444 (Museum), E-Mail: tanzarchiv@sk-kultur.de,
www.das-echo-der-utopien.de – Ausstellungsseite online mit Ausstellungsbeginn,
www.sk-kultur.de/tanz
Tanzmuseum während der Laufzeit der Ausstellung geöffnet täglich außer mittwochs, 14 -19h, Eintritt: 4,50 EUR (ermäßigt 2 EUR), montags freier Eintritt!

Sonderöffnungs- und Schließzeiten

Am 24. Dezember und am 31. Dezember 2015 bleibt das Tanzmuseum geschlossen. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, “zwischen den Jahren’ sowie am Neujahrstag ist das Museum zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Wer am 1. und 2. Weihnachtstag das Tanzmuseum besucht, darf sich über eine besondere Weihnachtsüberraschung freuen: Der Eintritt ist an beiden Tagen frei!

Das Deutsche Tanzarchiv Köln dokumentiert als Informations- und Forschungszentrum die Geschichte des Tanzes ab dem 15. Jahrhundert und entdeckt in seiner kontinuierlichen Aufarbeitung von Nachlässen und in der laufenden Übernahme aktueller Tanzdokumente neue Seiten bekannter Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart.
Seit 1997 verfügt das Deutsche Tanzarchiv Köln über ein Tanzmuseum. Mit der Umgestaltung im Jahr 2008 ist es mehr denn je ein Ort der besonderen Begegnung mit der Tanzkunst geworden. Ganz im Sinne eines Archivs, das seinen Nutzern über die Tagesaktualität hinaus Wissen um Tanz, Wissen um gewesene und gegenwärtige Zusammenhänge vermitteln will. Ganz im Sinne eines Museums, das seine Besucher dazu anregen will, immer wieder neu und anders zu erkunden, woraus sich die Faszination der Tanzkunst speist, wie sich das Heute und Gestern des Tanzes gegenseitig beleben und wie das eine mit dem anderen verwoben ist.
Das Tanzmuseum will seine Besucher motivieren, die Wirklichkeit des Tanzes “mit anderen Augen” zu sehen: mit Ausstellungen, die ihre Aufgabe darin sehen, das Wesen des Tanzes zum Ausdruck zu bringen. Das Tanzmuseum stellt sich in seinen Ausstellungen immer wieder grundlegenden Fragen: Was sehen wir, wenn wir Tanz sehen? Was prägt unser Bild vom Tanz? Warum sehen wir Tanz so, wie wir ihn sehen? Fragen, die auch den Besucher anregen wollen, weiter zu fragen und zu forschen, nach Antworten zu suchen. Dies ist im Archiv, aber auch in den begleitenden Veranstaltungen im Tanzmuseum möglich, die das Thema der Ausstellung vertiefen und den Besucher anregen, die Ausstellung danach noch einmal mit anderen Augen zu sehen.

Firmenkontakt
Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur
Thomas Thorausch
Im Mediapark 7
50670 Köln
02218895400
tanzarchiv@sk-kultur.de
http://www.faltenwurfundwalzerschritt.de

Pressekontakt
SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Dr. Ralf Convents
Im Mediapark 7
50670 Köln
022188895105
pr@sk-kultur.de
http://www.sk-kultur.de

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