Performance to Go PLC von Stefan Kühn agiert ohne behördliche Zulassung

08.03.2023 | Finanzen // Versicherungen

Private Equity zählt zu den Varianten des Investments, bei denen wohlhabende Menschen außerbörsliche Beteiligungen erwerben und dadurch die beste Rendite erzielen. Ein hohes Startkapital und eine zeitliche Bindung von mindestens 15 Jahren zeichnen diese Variation, Geld anzulegen, aus.

„Private Equity hat über fünf Jahrzehnte konsistent zweistellige Renditen geliefert. Insbesondere wird regelmäßig eine Überrendite zu Aktien erwirtschaftet (im langjährigen Schnitt von über 4 Prozent p.a.).“ heißt es in der BÖRSE am Sonntag.

Was ist Private Equity?

Es gibt Unternehmen, wie Douglas, Airbnb und Lululemon, die nicht börsennotiert sind. Es bedeutet, sie nehmen sich das Recht heraus, eine Mindestgrenze an Kapital zu nennen, in diesem Fall 5 Millionen Euro, ab der sich Anleger an dem Unternehmen beteiligen können.

Das hat die Vorteile für Anleger, exklusiv an den Gewinnen beteiligt zu werden, höhere Gewinne als am Markt zu erzielen und natürlich auch, Einfluss zu üben.

Nach und nach kristallisierte sich diese Anlageform heraus und Menschen wurde bewusst, wie stark diese Variante der Investition ist. Private-Equity-Spezialisten und auch Banken reagierten darauf mit einer Kreation: den Private-Equity-Fonds.

Das sind Mischungen von mehreren, nichtbörsennotierten Unternehmen, in die Privatanleger mit kleineren Summen und auch meist monatlichen Sparplänen und nicht Einmalanlagen teilnehmen.

Jedoch hat leider jede erfolgreiche Branche ihre schwarzen Schafe. Stefan Kühn darf sich gegen solche Anschuldigungen verteidigen. Nachdem sein erstes Unternehmen, die „AUTARK Entertainment Group AG“ insolvent ging, gründete er das Unternehmen „Performance to go PLC“.

Das Unternehmen agiert von der BaFin ungeprüft mit dem Sitz im Ausland, und wirbt per Telefonakquise. Die Skepsis steigt, wenn man die dreijährige Haftstrafe betrachtet, die er in Deutschland absaß, die zehnmonatige Untersuchungshaft in der Schweiz und auch das Urteil auf Schadenersatz von 1,335 Millionen Euro in Liechtenstein.

Als Meister der Täuschung liest man auf der Website von den verschiedenen Merkmalen der beschriebenen Private Equity, nur um anschließend herauszufinden, dass „leider nicht die erwartete Rendite erwirtschaftet wurde“.

Venture Capital wird hier ebenfalls vermehrt beleuchtet – das Finanzieren von Start-Ups und jungen, innovativen Wachstumsunternehmen. In diesem Bereich ist das Risikomanagement natürlich herausfordernder, als bei etablierten Unternehmen. Es ist einfacher, den Anlegern zu vermitteln, weshalb hohe Verluste und gar keine Gewinne erwirtschaftet wurden und diese Erfahrungen mussten viele Kunden machen.

Die Empfehlung der Stiftung Warentest vom 12.01.2017 bleibt dieselbe: „Sie sollten die Einzahlungen stoppen.“