Das Bestreben, an den modernsten Universitäten zu studieren, ist in den letzten zehn Jahren zu einer nationalen Besessenheit geworden, da Studenten aus dem Iran nach besseren Bildungsplattformen in Europa suchen. Trotz der Vielzahl von Herausforderungen bietet das Auslandsstudium den Studierenden oft eine gute Präsenz und zahlreiche Möglichkeiten. Apropos erstklassige Bildung: Schweden ist aufgrund seiner hochgradig unabhängigen Lernstrukturen eines der beliebtesten Ziele für iranische Schüler. In der jüngsten Vergangenheit stehen iranische Studenten, die ein weiteres Studium in Schweden anstreben, jedoch vor unzähligen Herausforderungen, gerade bei der Erlangung von Studentenvisa. Derzeit hat der Stand der politischen Beziehungen und Sanktionen, die Schweden dem Land gegenüber verhängt hat, wesentlich zu den Komplikationen beigetragen, denen Studenten durch die Antrags- und Genehmigungsverfahren ausgesetzt sind.

Unter diesen Umständen ist selbst die Buchung eines Termins für Visuminterviews zu einem Alptraum geworden. Infolgedessen hat das Land einen starken Anstieg der Entstehung von „Visakartellen“ erlebt, die angeblich Reisebüros sind, die behaupten, Studenten Abkürzungen für den Erhalt von Studienvisa anzubieten. Im Gegenzug nutzen diese Kartellnetzwerke die verzweifelten, ahnungslosen Studenten aus und erobern sie. Das Land hat mehrere Fälle erlebt, in denen die korrupten Beamten betrügerische diplomatische Dienste und Visa an Studenten verkaufen, die eine Weiterbildung in Schengen-Ländern anstreben. Eine Insider-Quelle zeigt zum Beispiel, dass sich ein erstmaliger Antragsteller für ein Schengen-Visum von etwa 1690 Euro für ein Einreisevisum in die Schweiz trennen muss, von wo aus er Zugang zu anderen Schengen-Ländern erhalten kann. Wenn der Student jedoch bereits ein Schengen-Visum hatte, kann ihm für 2000 Euro ein Mehrfachvisum in jedes Schengen-Land erteilt werden.

Im 21. Jahrhundert waren gefälschte Dokumente eine Epidemie auf dem ganzen Kontinent. Die Visakartelle haben einen florierenden Schwarzmarkt für gefälschte und betrügerisch beschaffte Dokumente geschaffen, was zu Sanktionen und verschärften Visabestimmungen aus europäischen Ländern führte.

Als Anforderung müssen iranische Studienbewerber, die ein schwedisches Visum beantragen möchten, im Allgemeinen eine umfassende Liste ihrer Dokumente vorlegen, einschließlich einer Kopie des Kontoauszugs, der den Zahlungsverkehr der letzten sechs Monate angibt, eines Annahmeschreibens der Bildungseinrichtung neben einem Pass und einem vollständig ausgefüllten Antrag. Der Nutzen des Antrags liegt in der Integrität, im Ausland zu studieren, sowie in einem ausreichenden Nachweis der Echtheit der Dokumente – was bedeutet, dass die Generierung gefälschter Berichte durch die Kartelle wesentlich zur Gefährdung des Gewährungsprozesses beigetragen hat.

Kurz gesagt, trotz der Glaubwürdigkeit der Dokumente, wenn ein Antragsteller noch nie im Besitz eines schwedischen Visums war, wird ihm derzeit wahrscheinlich kein solches erteilt. Dennoch gibt es in einer Gesellschaft mit so zerfetzten Moralvorstellungen immer noch Licht am Ende des Tunnels. Schüler, die nach stabilen Bildungsplattformen im Ausland suchen, müssen möglicherweise andere Optionen in Ländern wie Kanada und den Vereinigten Staaten mit weniger komplizierten Bewerbungsverfahren, aber ebenso guten oder sogar besseren Bildungseinrichtungen und -strukturen verfolgen.

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